Der Wohlstand der Industriestaaten, meint Peter Drucker, hängt davon ab, inwieweit es gelingt WissensarbeiterInnen produktiv zu machen.
Die Prodktivität der Industrie steigerte sich im 20. Jahrhundert um etwa 5000%. Ähnliches müsse im 21. Jahrhundert mit WissensarbeiterInnen gelingen.

Die in diesem Band vorgestellte Pentagon Challenge zeigt auf, warum es gegenwärtig so schwierig ist, dass WissensarbeiterInnen wirklich produktiv werden. Es werden fünf Konfliktbasen vorgestellt, die alle zum Permanentkonflikt führen. Im Gesamten ergibt das Pentagon-Modell ein klares, vernetztes Bild der Zusammenhänge unterschiedlicher Komponenten, die für WissensarbeiterInnen wirksam sind: motivational, pscho-logisch, kulturell, sozial und strukturell. Die Komponenten der Zusammenarbeit der WissensarbeiterInnen müssen gemanagt werden, so der Ansatz dieses Buches, nicht deren Konflikte.

Der Permanentkonflikt im Zentrum ist dafür ausschlaggebend, dass WissensarbeiterInnen nur bedingt miteinander produktiv werden können: über den Permanentkonflikt. Das Pentagon-Modell beschreibt die Wege zum Permanentkonflikt zunächst von innern heraus. Im Gesamten ergeben sich allerdings Vernetzungen mit den anderen Komponenten. Der Blick von außen täuscht deswegen, weil nur die Zusammenhänge gesehen werden, die Überlappungen, Überschneidungen. Lösungen lassen sich ausschließlich aus den Komponenten selbst erzielen. Die Produktivität der WissensarbeiterInnen kann nur mittelfristig über den Permanentkonflikt gesteuert werden, dann treten Phänomene wie burn-out, Abneigung und Aversionen, Innere Emigration und MitarbeiterInnenfluktuationen auf.

Warum Management des Ausnahmezustands? Es ist eine im Buch ausführlich ausgeführte Grundannahme, dass Management sich im Ausnahmezustand befindet, wenn WissensarbeiterInnen auf den Plan treten. Sie haben die Produktionsmittel, ihr Wissen, in der Hand. Sie sind nicht uniformierbar (denn das machte sie unproduktiv) und sie haben unterschiedliche workflows zu beachten, die sich erst nach und nach aus den Inhalten ergeben können. Vor diesem Hintergrund müssen WissensarbeiterInnen zusammenarbeiten, denn die Leistung erbringt das gemeinsame Unternehmen.

Strategische Entscheidungen verlaufen sich häufig, weil das inhaltliche Umfeld vom Management nicht gekannt werden kann. Doch jede Planung muss das gesamte Umfeld einbeziehen, kann sie das nicht mehr, befindet sich Planung und somit Management im Ausnahmezustand. Ein Management, das die gesamten Umfelder miteinbeziehen kann, wäre ein Management des Ausnahmezustands.

Pentagon-Modell

Orbital-Modell

Im Orbital-Modell wird am Ende des Buches eine Möglichkeit vorgestellt, wie die gesamten Umfelder in den strategischen und den operativen Prozess durch Management einbezogen werden können. Das Orbital-Modell ist hierbei das erste Vorgehensmodell weltweit, wenn es um die Produktivität von WissensarbeiterInnen geht sowie um deren Zusammenarbeit.

Sowohl das Pentagon-Modell als auch das Orbital-Modell waren bereits im Sommer 2001 im Großen und Ganzen fertiggestellt. Sie sind zusammengefasste Realitätsabbildungen aus der Praxis. Seit 2001 wurden die Modelle in unterschiedlichen Bereichen als Managementtool eingesetzt. Bei Evaluierungen der Modelle an verschiedenen Hochschulen konnten wir ad hoc eine Prodktivitätssteigerung von 300% feststellen. Auch die Leistungen vielen entsprechend aus.

Die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Darum haben wir die Wege zur Produktivität publiziert. Wir freuen uns auf kritische Anmerkungen und Auseinandersetzungen jeglicher Art mit Ihnen. Es geht um die notwendige Pruduktivitätssteigerung mit WissensarbeiterInnen im 21. Jahrhundert.

Orbital-Modell

The Pentagon Challenge

Das Management des Ausnahmezustands

ISBN-10: 3-214-08442-9, ISBN-13: 978-3-214-08442-4

Geleitwort von Univ.-Prof. Dr. Ursula Schneider
Institut für Internationales Management, Graz

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Probekapitel

Nachwort von Mark Engelhardt, MBA, PMP
Chairman PMI Chapters Austria

Erscheint im Manz Verlag.

The Pentagon Challenge